Merowinger

Merowinger · 02. März 2018
Nicht alle Nonnen waren im Kloster glücklich, zumal sich die meisten dieses Leben nicht selbst ausgesucht hatten. Trotzdem kam es nicht alle Tage vor, dass 40 Nonnen ihr Kloster verließen, um sich lautstark zu beschweren. Dabei ging es nicht um gekürzte Essensrationen oder Misshandlungen, nein, die Frauen klagten, man behandle sie nicht ihrem Stand entsprechend. Die Entscheidungsträger ließen die Sache einfach laufen, was dazu führte, dass sich nicht nur die Frauen eine blutige Nase holten.

Merowinger · 16. Februar 2018
Radegunde wollte nur eine einfache Nonne sein. Doch auch im Kloster war eine Königin viel mehr. Je besser die Beziehungen, um so selbstbewusster konnte frau auftreten. Gerade Frauen erweiterten ihre Spielräume im klösterlichen Umfeld. Da blieb auch mal ein Bischof auf der Strecke.

Merowinger · 09. Februar 2018
Was immer frau auch aus ihrem Leben machen wollte, es endete im Kloster. Jedenfalls für frühmittelalterliche Königstöchter, die entweder schon als Kind von ihrer Familie ins Kloster gegeben wurden oder sie heirateten, wurden Witwe, und gingen dann ins Kloster (außer sie starben vorher im Kindbett oder an irgendeiner Krankheit). Wollte sich eine Frau dem ihr vorbestimmten Schicksal entgegenstemmen, dann um sich einer Heirat zu verweigern und selbstbestimmt den Schleier zu nehmen.

Schemenhafte Schatten im Hamburger Elbtunnel als Sinnbild für die merowingischen Schattenkönige
Merowinger · 17. März 2017
„Dem König blieb nichts anderes übrig, als sich mit seinem Titel zu begnügen und mit wallendem Kopfhaar und ungeschnittenem Bart auf dem Thron zu sitzen und den Herrscher zu spielen.“ Einhard, Berater, Baumeister und Biograf Karls des Großen, zeigte nicht viel Sympathie für die Merowingerkönige. Das ist nicht verwunderlich, hatte doch Pippin, der Vater Karls des Großen, den letzten merowingischen König abgesetzt und sich selbst zum König gemacht. Pippin war der Hausmeier des...

Schokoladentaler in Truhe
Merowinger · 06. Januar 2017
Sie war vielleicht 15 Jahre alt, als man sie nach Spanien schickte, um einen westgotischen Königssohn und potentiellen Thronfolger zu heiraten. Nach unseren Maßstäben ein Kind, galt sie zu ihrer Zeit als junge Frau. Ihre Eltern waren eines der skandalumwittertsten Paare des 6. Jahrhunderts. Durch ihren Vater, König Chilperich, gehörte sie zur absoluten Upperclass des Merowingerreiches. Ihre Mutter Fredegunde war niederer Herkunft, eine ehemalige Sklavin der ersten Frau des Königs, dann...