Merowinger

Merowinger · 16. August 2019
Die Reihe merowingischer Königinnen setzt Fredegunde fort. Nach den Quellen haben wir es mit einer skrupellosen Frau zu tun, die nicht davor zurückschreckte, Mord als Mittel der Politik einzusetzen. Es gibt keinen Grund an diesen Aussagen zu zweifeln. Trotzdem oder gerade deswegen war Fredegunde eine der erfolgreichsten merowingischen Königinnen.

Merowinger · 02. August 2019
Wie wird eine Königin, in der manche Zeitgenossen eine verruchte Anstifterin zum Mord sahen, zur Heiligen? Und das obwohl sie nicht freiwillig ins Kloster ging. Warum man nicht jeder Erzählung glauben darf, wie man sich Reliquien sicherte und wie man auch im Kloster seinen Rang in aller Bescheidenheit zur Schau stellte, darum geht es im zweiten Teil von Balthilds Leben.

Merowinger · 26. Juli 2019
Balthild macht den Anfang einer kleinen Reihe über merowingische Königinnen. Es war gar nicht so ungewöhnlich, dass in der kriegerischen Männerwelt des frühen Mittelalters Frauen Macht ausübten. Merowingische Königinnen verfügten über einen eigenen Hofstaat und eigenes Vermögen, starb ihr Ehemann übernahmen sie selbstverständlich die Regentschaft für ihre minderjährigen Söhne. Einige Frauen stiegen von der Dienstmagd auf. Doch Aschenputtels Traum nahm nicht immer ein gutes Ende.

Merowinger · 02. März 2018
Nicht alle Nonnen waren im Kloster glücklich, zumal sich die meisten dieses Leben nicht selbst ausgesucht hatten. Trotzdem kam es nicht alle Tage vor, dass 40 Nonnen ihr Kloster verließen, um sich lautstark zu beschweren. Dabei ging es nicht um gekürzte Essensrationen oder Misshandlungen, nein, die Frauen klagten, man behandle sie nicht ihrem Stand entsprechend. Die Entscheidungsträger ließen die Sache einfach laufen, was dazu führte, dass sich nicht nur die Frauen eine blutige Nase holten.

Merowinger · 16. Februar 2018
Radegunde wollte nur eine einfache Nonne sein. Doch auch im Kloster war eine Königin viel mehr. Je besser die Beziehungen, um so selbstbewusster konnte frau auftreten. Gerade Frauen erweiterten ihre Spielräume im klösterlichen Umfeld. Da blieb auch mal ein Bischof auf der Strecke.

Merowinger · 09. Februar 2018
Was immer frau auch aus ihrem Leben machen wollte, es endete im Kloster. Jedenfalls für frühmittelalterliche Königstöchter, die entweder schon als Kind von ihrer Familie ins Kloster gegeben wurden oder sie heirateten, wurden Witwe, und gingen dann ins Kloster (außer sie starben vorher im Kindbett oder an irgendeiner Krankheit). Wollte sich eine Frau dem ihr vorbestimmten Schicksal entgegenstemmen, dann um sich einer Heirat zu verweigern und selbstbestimmt den Schleier zu nehmen.

Schemenhafte Schatten im Hamburger Elbtunnel als Sinnbild für die merowingischen Schattenkönige
Merowinger · 17. März 2017
„Dem König blieb nichts anderes übrig, als sich mit seinem Titel zu begnügen und mit wallendem Kopfhaar und ungeschnittenem Bart auf dem Thron zu sitzen und den Herrscher zu spielen.“ Einhard, Berater, Baumeister und Biograf Karls des Großen, zeigte nicht viel Sympathie für die Merowingerkönige. Das ist nicht verwunderlich, hatte doch Pippin, der Vater Karls des Großen, den letzten merowingischen König abgesetzt und sich selbst zum König gemacht. Pippin war der Hausmeier des...

Schokoladentaler in Truhe
Merowinger · 06. Januar 2017
Sie war vielleicht 15 Jahre alt, als man sie nach Spanien schickte, um einen westgotischen Königssohn und potentiellen Thronfolger zu heiraten. Nach unseren Maßstäben ein Kind, galt sie zu ihrer Zeit als junge Frau. Ihre Eltern waren eines der skandalumwittertsten Paare des 6. Jahrhunderts. Durch ihren Vater, König Chilperich, gehörte sie zur absoluten Upperclass des Merowingerreiches. Ihre Mutter Fredegunde war niederer Herkunft, eine ehemalige Sklavin der ersten Frau des Königs, dann...