Merowinger · 20. Oktober 2019
Sie bestimmte die Politik des Frankenreiches wie keine andere Frau des 6. Jahrhunderts, allein schon durch ihre lange Lebenszeit. Mehr als 40 Jahre konnte sich Brunichilde an der Macht halten, überlebte Ehemann, Sohn und Enkel. Dass eine Frau sich zu behaupten wusste, gefiel nicht allen. Die Chronisten zeichnen das Bild einer ruchlosen und intriganten Königin, die zu Recht ein gewaltsames Ende fand.

Merowinger · 04. Oktober 2019
Sigibert wollte etwas Besseres als seine Brüder. Mochten sie sich mit Mägden zufriedengeben, er wollte eine Frau, in deren Adern königliches Blut floss, für sein Ehebett. Eine westgotische Prinzessin, die ihrem Ehemann Statusgewinn und eine reiche Mitgift ins Haus brachte. Bezüglich des Machterhalts hatte er nicht schlecht gewählt. Brunichilde setzte skrupellos die Interessen ihrer Familie (und ihre eigenen) durch. Sie konnte sich über 40 Jahre an der Macht halten, überlebte Söhne und Enkel.

Merowinger · 23. August 2019
Fredegunde gehört zu den wenigen merowingischen Frauen, die aus der Unfreiheit zur Königin aufstiegen. Dafür musste sie zwei Nebenbuhlerinnen aus dem Weg räumen. Einmal mit König Chilperich verheiratet, sorgte sie durch einen Mordanschlag auf ihren Schwager dafür, dass ihr Ehemann an der Macht blieb. Eine Frau der Tat. Und als sie dann auch noch mehrere Söhne gebar, schien alles gut zu laufen für Fredegunde. Doch das sollte sich ändern.

Merowinger · 16. August 2019
Die Reihe merowingischer Königinnen setzt Fredegunde fort. Nach den Quellen haben wir es mit einer skrupellosen Frau zu tun, die nicht davor zurückschreckte, Mord als Mittel der Politik einzusetzen. Es gibt keinen Grund an diesen Aussagen zu zweifeln. Trotzdem oder gerade deswegen war Fredegunde eine der erfolgreichsten merowingischen Königinnen.

Merowinger · 02. August 2019
Wie wird eine Königin, in der manche Zeitgenossen eine verruchte Anstifterin zum Mord sahen, zur Heiligen? Und das obwohl sie nicht freiwillig ins Kloster ging. Warum man nicht jeder Erzählung glauben darf, wie man sich Reliquien sicherte und wie man auch im Kloster seinen Rang in aller Bescheidenheit zur Schau stellte, darum geht es im zweiten Teil von Balthilds Leben.

Merowinger · 26. Juli 2019
Balthild macht den Anfang einer kleinen Reihe über merowingische Königinnen. Es war gar nicht so ungewöhnlich, dass in der kriegerischen Männerwelt des frühen Mittelalters Frauen Macht ausübten. Merowingische Königinnen verfügten über einen eigenen Hofstaat und eigenes Vermögen, starb ihr Ehemann übernahmen sie selbstverständlich die Regentschaft für ihre minderjährigen Söhne. Einige Frauen stiegen von der Dienstmagd auf. Doch Aschenputtels Traum nahm nicht immer ein gutes Ende.

Religiöses Leben · 25. Mai 2019
Nach ihrem Tod werden manche Menschen auf eine Säule gestellt - entweder sinnbildlich oder in Stein gemeißelt. In längst vergangenen Zeiten fühlten sich einige Männer berufen, sich schon zu Lebzeiten auf eine Säule zu stellen. Andere fanden das unangemessen und griffen in die Trickkiste, um das Leben der Säulensteher wieder in geordnete Bahnen zu bringen.

Religiöses Leben · 10. Mai 2019
Simeon lebte mehr als 30 Jahre auf einer Säule in der syrischen Wüste. Eine asketische Übermotivation kam unter den frühen Christen des 5. Jahrhunderts immer mal wieder vor - jedenfalls im östlichen Mittelmeerraum. Simeon war besonders erfinderisch, wenn es um die Zerstörung seines Körpers ging. Ein Leben im Tod nannte es der Dichter Alfred Tennyson. Heiligkeit war nur im Kampf gegen sich selbst zu erringen. Und der trieb manchmal seltsame Blüten.

Ausstellungen · 15. März 2019
In der Londoner Royal Academy of Arts lässt die Renaissance die Hüllen fallen. Die geschundenen Körper christlicher Märtyrer, eine üppige Venus, ein koketter Heiliger, Pin-ups in privaten Andachtsbüchern - alles dreht sich um den nackten Körper. Erotisch aufgeladen fanden britische Rezensenten die gut besuchte Ausstellung. Nun ja, auf dem Kontinent ist man vielleicht weniger leicht erregbar.

Anmerkungen · 02. März 2019
Fragt man Kinder nach dem schönsten Tag des Jahres, dann werden die meisten ihren Geburtstag nennen. Kaum etwas ist befriedigender als einen ganzen Tag im Mittelpunkt zu stehen, Geschenke zu bekommen, das Lieblingsessen, ein Geburtstagsständchen und so weiter. Da kann Weihnachten nicht mit, obwohl es streng genommen ja auch eine Geburtstagsfeier ist, aber eben nicht die eigene. Nicht zu allen Zeiten nahm man den eigenen Geburtstag so wichtig wie wir es heute tun.

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