Orte · 15. Juli 2018
Ein multikulturelles Handelszentrum - klingt modern, war aber vor 1000 Jahren Realität. In der Wikingersiedlung Haithabu am äußersten Rand der Welt lebten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die Bessergestellten unter ihnen einte ein Ziel: Gewinnmaximierung! Haithabu entwickelte sich von einem Sommerlager der Friesen zum größten Handelsplatz des Nordens. Jetzt hat die UNESCO Haithabu zum Weltkulturerbe erklärt.

Ottonen · 07. Juli 2018
Sphragistik beschäftigt sich mit der äußeren Gestalt und der Funktion von Siegeln - gähn. Ja, das klingt nicht gerade aufregend. Doch in früheren Zeiten waren Siegel ein wichtiges Kommunikationsmittel und die Berater des Herrschers zerbrachen sich die Köpfe über ihre Gestaltung. Da wurden komplexe Bildprogramme entwickelt. Heute noch werden notarielle Beglaubigungen gesiegelt und ohne Siegel auf dem Kennzeichen zieht die Polizei das Auto aus dem Verkehr.

Ausstellungen · 29. Juni 2018
Die Kultur der Nasca hat weit mehr zu bieten als die großflächigen Bodenzeichnungen für die sie berühmt ist. Nämlich eine bildgewaltige Keramik und farbenprächtige Textilien, die sich dank des trockenen Klimas gut erhalten haben. Was Archäologen (und Raubgräber) ans Licht gebracht haben, ist jetzt in einer spektakulären Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen. Und natürlich geht es auch um die Bodenbilder. Da haben die Wissenschaftler nämlich ganz neue Erkenntnisse.

Antike · 22. Juni 2018
Die Römer liebten Fisch. Er war nicht nur ein begehrtes und teures Nahrungsmittel, er war auch ein geschätztes Haustier. Besonders beliebt: Muränen, die reiche Römer zu tausenden hielten. Just for fun und als Statussymbol. Anfangs wurden die Fischliebhaber noch belächelt, doch bald hatte jeder seine Lieblingsmuräne, handzahm, verhätschelt und mit Schmuck behängt.

Ottonen · 17. Juni 2018
Hatten wir gerade ein historisches Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un? Warten wir es ab. In die Geschichtsbücher wird es diese Inszenierung auf jeden Fall schaffen. War ja auch darauf angelegt. Wie liefen solche Treffen in früheren Zeiten ab? Besser vorbereitet. 921 trafen sich Heinrich I. und Karl III. mitten auf dem Rhein und schlossen ein Freundschaftsbündnis. Ein Vertrag, der kaum das Pergament wert war, auf das er geschrieben wurde. Soll vorkommen.

Ottonen · 01. Juni 2018
Könige haben es auch nicht immer leicht. Manchmal müssen sie sich ständig zu Boden werfen, damit sie ihren Willen bekommen. Wir kennen das ja von renitenten Kleinkindern an der Supermarktkasse. Könige im Mittelalter waren allerdings nicht mit einem Überraschungsei zufrieden, sie wollten gleich ein ganzes Bistum. So wie Heinrich II., der Bamberg zu einem Dom und einem berühmten Kaisergrab verhalf.

Ausstellungen · 18. Mai 2018
Die Alte Nationalgalerie in Berlin widmet sich der Lust am selbstbestimmten Gehen.

Bücher · 11. Mai 2018
Kollege Roboter. Muss uns die Künstliche Intelligenz Angst machen? Thomas Ramge sagt nein. In seinem Buch „Mensch und Maschine“ beschreibt der Wirtschaftsjournalist anschaulich Chancen und Risiken der KI. Sollte man lesen, bevor man Frank Schätzings neuen Apokalypse Thriller zur Hand nimmt, der mäandernd um die dunkle Seite der digitalen Revolution kreist. Realität und Fiktion lassen sich dann leichter auseinanderhalten.

Antike · 04. Mai 2018
Marcus Antonius und Kleopatra, das Skandalpaar der Antike, vertrieben sich die Zeit gerne mit Angeln. Allerdings war Kleopatra des frischen Fisches bald überdrüssig, also ließ sie ihrem Liebhaber durch einen Taucher getrocknete Fische an den Haken hängen, damit er ihr bessere Beute präsentiere: Städte, Königreiche, Kontinente. Ja, die Römer hatten nicht nur ein Faible für Eroberungen, sondern auch für Fische.

Ausstellungen · 27. April 2018
Stuttgart hat eine neue gute Stube: StadtPalais - Museum für Stuttgart. Ein Museum, das gleich zu Beginn die richtige Frage stellt: Wer ist ein Stuttgarter/eine Stuttgarterin? Die Antwort muss man selbst herausfinden. Und das kann durchaus unterhaltsam sein.

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