Artikel mit dem Tag "Männergeschichten"



Ausstellungen · 30. November 2019
Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe zeigt (unter anderem) die opulente „Türkenbeute“ des Markgrafen Ludwig Wilhelm in einer Sonderausstellung. Das 17. Jahrhundert war eine Zeit der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Orient und Okzident, aber auch des kulturellen Austausches. Wer sich an etwas „Säbelgerassel“ nicht stört, findet in Karlsruhe eine lehrreiche und farbenprächtige Ausstellung.

Merowinger · 23. August 2019
Fredegunde gehört zu den wenigen merowingischen Frauen, die aus der Unfreiheit zur Königin aufstiegen. Dafür musste sie zwei Nebenbuhlerinnen aus dem Weg räumen. Einmal mit König Chilperich verheiratet, sorgte sie durch einen Mordanschlag auf ihren Schwager dafür, dass ihr Ehemann an der Macht blieb. Eine Frau der Tat. Und als sie dann auch noch mehrere Söhne gebar, schien alles gut zu laufen für Fredegunde. Doch das sollte sich ändern.

Merowinger · 16. August 2019
Die Reihe merowingischer Königinnen setzt Fredegunde fort. Nach den Quellen haben wir es mit einer skrupellosen Frau zu tun, die nicht davor zurückschreckte, Mord als Mittel der Politik einzusetzen. Es gibt keinen Grund an diesen Aussagen zu zweifeln. Trotzdem oder gerade deswegen war Fredegunde eine der erfolgreichsten merowingischen Königinnen.

Religiöses Leben · 25. Mai 2019
Nach ihrem Tod werden manche Menschen auf eine Säule gestellt - entweder sinnbildlich oder in Stein gemeißelt. In längst vergangenen Zeiten fühlten sich einige Männer berufen, sich schon zu Lebzeiten auf eine Säule zu stellen. Andere fanden das unangemessen und griffen in die Trickkiste, um das Leben der Säulensteher wieder in geordnete Bahnen zu bringen.

Religiöses Leben · 10. Mai 2019
Simeon lebte mehr als 30 Jahre auf einer Säule in der syrischen Wüste. Eine asketische Übermotivation kam unter den frühen Christen des 5. Jahrhunderts immer mal wieder vor - jedenfalls im östlichen Mittelmeerraum. Simeon war besonders erfinderisch, wenn es um die Zerstörung seines Körpers ging. Ein Leben im Tod nannte es der Dichter Alfred Tennyson. Heiligkeit war nur im Kampf gegen sich selbst zu erringen. Und der trieb manchmal seltsame Blüten.

Religiöses Leben · 16. November 2018
Rabimmel, rabammel, rabumm. Waren Sie letzte Woche auch beim Laternenlauf und haben Sie auch - wie jedes Jahr - die Geschichte vom heiligen Martin und dem geteilten Mantel gehört? Alle Jahre wieder! Aber wußten Sie auch, dass Martin einer der ersten Heiligen war, die eines natürlichen Todes starben? Dass man ihn wegen seines ungepflegten Äußeren kritisierte? Und dass um seine Leiche ein erbitterter Streit entbrannte?

Bücher · 31. August 2018
Der neue Band des "Zeitlotsen" ist frisch erschienen. Und er beschäftigt sich im ersten Teil mit einer der interessantesten Persönlichkeiten des Mittelalters: Otto III. Otto war mit 3 Jahren bereits König, mit 16 Kaiser, mit 22 tot. Der zweite Teil ist seinem Verwandten und Nachfolger: Heinrich II. gewidmet. Viele Zeitgenossen sahen in ihm ein Kontrastprogramm zu seinem umtriebigen Vorgänger. Manch einer hoffte auf ein frühes Ableben des kränklichen, Königs. Sie sollten sich täuschen.

Ottonen · 19. August 2018
Gerbert von Aurillac war 40 und fühlte sich zu Höherem berufen. Das Kind einfacher Eltern hatte bereits einen Kaiser unterrichtet, war berühmt für seine scharfzüngigen Reden, seine mathematischen und astronomischen Kenntnisse. Doch jetzt war er schon seit einigen Jahren Leiter der Domschule von Reims und im Nebenjob Sekretär und Diplomat in Diensten des Reimser Erzbischofs. Zweifellos hoch angesehene Positionen, aber Gerbert hatte nicht vor, sein Leben als Lehrer zu beschließen.

Ottonen · 11. August 2018
Gerbert war klug und ehrgeizig, außerdem konnte er jeden in Grund und Boden reden. Er hatte schon als Mönch das Ohr der Mächtigen, war Abt, Bischof und - als letzte Stufe der Karriereleiter - auch noch Papst. Als Papst nannte er sich Silvester II., doch selbst im Lexikon des Mittelalters wird er als Gerbert geführt. Das hätte ihm sicher gefallen, denn auch als Papst unterschrieb er mit: Gerbertus qui est Silvester, Gerbert, der Silvester ist.

Ottonen · 17. Juni 2018
Hatten wir gerade ein historisches Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un? Warten wir es ab. In die Geschichtsbücher wird es diese Inszenierung auf jeden Fall schaffen. War ja auch darauf angelegt. Wie liefen solche Treffen in früheren Zeiten ab? Besser vorbereitet. 921 trafen sich Heinrich I. und Karl III. mitten auf dem Rhein und schlossen ein Freundschaftsbündnis. Ein Vertrag, der kaum das Pergament wert war, auf das er geschrieben wurde. Soll vorkommen.

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