Artikel mit dem Tag "Männergeschichten"



Karolinger · 29. Mai 2020
Karl der Große liebte die Frauen. Mochte die Kirche auch Keuschheit fordern, Karl scherte sich nicht darum. Wir wissen von fünf Ehefrauen und mindestens fünf Konkubinen. Vermutlich waren es mehr. Genau lässt sich das nicht mehr feststellen, denn Konkubinen waren nur dann einer Erwähnung wert, wenn sie Kinder geboren hatten. Die Zeitgenossen nahmen das lockere Sexualleben des Kaisers ziemlich gleichmütig hin. Niemand übte an Karl dem Großen zu seinen Lebzeiten offen Kritik.

Anmerkungen · 05. Mai 2020
Was haben Donald Trump und Karl der Große gemeinsam? Sie machen die Nächte durch - arbeitend versteht sich.

Essen & Trinken · 08. März 2020
Als das Beil des Scharfrichters den Hals von Sir Walter Raleigh durchtrennte, glomm noch die Tabakspfeife in seinem Mund. Genuss bis zum letzten Atemzug. Oder es war ein letzter Gruß des Lebemanns und Abenteurers an König James I., der Raleigh 1618 aufs Schafott geschickt hatte. Denn James war ein erklärter Feind des blauen Dunstes, jenes stinkenden, schwarzen Höllendampfes, der Gehirn und Lunge schädige, zu Laster und Müßiggang verführe. Vorausgesetzt die Geschichte von Raleighs Pfeife stimmt.

Ausstellungen · 30. November 2019
Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe zeigt (unter anderem) die opulente „Türkenbeute“ des Markgrafen Ludwig Wilhelm in einer Sonderausstellung. Das 17. Jahrhundert war eine Zeit der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Orient und Okzident, aber auch des kulturellen Austausches. Wer sich an etwas „Säbelgerassel“ nicht stört, findet in Karlsruhe eine lehrreiche und farbenprächtige Ausstellung.

Merowinger · 23. August 2019
Fredegunde gehört zu den wenigen merowingischen Frauen, die aus der Unfreiheit zur Königin aufstiegen. Dafür musste sie zwei Nebenbuhlerinnen aus dem Weg räumen. Einmal mit König Chilperich verheiratet, sorgte sie durch einen Mordanschlag auf ihren Schwager dafür, dass ihr Ehemann an der Macht blieb. Eine Frau der Tat. Und als sie dann auch noch mehrere Söhne gebar, schien alles gut zu laufen für Fredegunde. Doch das sollte sich ändern.

Merowinger · 16. August 2019
Die Reihe merowingischer Königinnen setzt Fredegunde fort. Nach den Quellen haben wir es mit einer skrupellosen Frau zu tun, die nicht davor zurückschreckte, Mord als Mittel der Politik einzusetzen. Es gibt keinen Grund an diesen Aussagen zu zweifeln. Trotzdem oder gerade deswegen war Fredegunde eine der erfolgreichsten merowingischen Königinnen.

Religiöses Leben · 25. Mai 2019
Nach ihrem Tod werden manche Menschen auf eine Säule gestellt - entweder sinnbildlich oder in Stein gemeißelt. In längst vergangenen Zeiten fühlten sich einige Männer berufen, sich schon zu Lebzeiten auf eine Säule zu stellen. Andere fanden das unangemessen und griffen in die Trickkiste, um das Leben der Säulensteher wieder in geordnete Bahnen zu bringen.

Religiöses Leben · 10. Mai 2019
Simeon lebte mehr als 30 Jahre auf einer Säule in der syrischen Wüste. Eine asketische Übermotivation kam unter den frühen Christen des 5. Jahrhunderts immer mal wieder vor - jedenfalls im östlichen Mittelmeerraum. Simeon war besonders erfinderisch, wenn es um die Zerstörung seines Körpers ging. Ein Leben im Tod nannte es der Dichter Alfred Tennyson. Heiligkeit war nur im Kampf gegen sich selbst zu erringen. Und der trieb manchmal seltsame Blüten.

Religiöses Leben · 16. November 2018
Rabimmel, rabammel, rabumm. Waren Sie letzte Woche auch beim Laternenlauf und haben Sie auch - wie jedes Jahr - die Geschichte vom heiligen Martin und dem geteilten Mantel gehört? Alle Jahre wieder! Aber wußten Sie auch, dass Martin einer der ersten Heiligen war, die eines natürlichen Todes starben? Dass man ihn wegen seines ungepflegten Äußeren kritisierte? Und dass um seine Leiche ein erbitterter Streit entbrannte?

Bücher · 31. August 2018
Der neue Band des "Zeitlotsen" ist frisch erschienen. Und er beschäftigt sich im ersten Teil mit einer der interessantesten Persönlichkeiten des Mittelalters: Otto III. Otto war mit 3 Jahren bereits König, mit 16 Kaiser, mit 22 tot. Der zweite Teil ist seinem Verwandten und Nachfolger: Heinrich II. gewidmet. Viele Zeitgenossen sahen in ihm ein Kontrastprogramm zu seinem umtriebigen Vorgänger. Manch einer hoffte auf ein frühes Ableben des kränklichen, Königs. Sie sollten sich täuschen.

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