Artikel mit dem Tag "Anmerkungen"



Ereignis · 14. Oktober 2018
Alle zwei Jahre treffen sich mehr als 3000 Historiker/innen, um zuzuhören und zu diskutieren. Dieses Jahr über "Gespaltene Gesellschaften". "Bedrückend aktuell" nannte die Verbandsvorsitzende Eva Schlotheuber das Thema. Mehr als in vergangenen Jahren ging es auch um die Positionierung des Faches in der Öffentlichkeit. Kurz: Der Historiker/die Historikerin ist aufgefordert, sich lautstark zu Wort zu melden. Die Frage ist bloß wie.

Bücher · 11. Mai 2018
Kollege Roboter. Muss uns die Künstliche Intelligenz Angst machen? Thomas Ramge sagt nein. In seinem Buch „Mensch und Maschine“ beschreibt der Wirtschaftsjournalist anschaulich Chancen und Risiken der KI. Sollte man lesen, bevor man Frank Schätzings neuen Apokalypse Thriller zur Hand nimmt, der mäandernd um die dunkle Seite der digitalen Revolution kreist. Realität und Fiktion lassen sich dann leichter auseinanderhalten.

Anmerkungen · 10. November 2017
Ist es Ihnen schon aufgefallen? In fast allen Filmen über das Mittelalter regnet es. Ständig. Man sucht schon nach dem Schirm neben sich. Ja, wir stellen uns das Mittelalter gerne dunkel, nass und kalt vor. War es tatsächlich so? Die Menschen im 14. Jahrhundert hätten dem vermutlich zugestimmt. In den 300 Jahren davor konnte man sich allerdings an einem so milden Klima erfreuen, dass sogar in England der Wein gedieh. Wie er geschmeckt hat, ist nicht überliefert.

Anmerkungen · 03. November 2017
Eine gelehrte Frau wird von manchen Männern schon als Bedrohung empfunden. Wenn sie dann noch den Stuhl Petri erklimmt, kann das nur böse enden. Tut es auch. Die Päpstin stirbt bei der Geburt eines Kindes. Wahrheit oder Legende?

Anmerkungen · 12. Mai 2017
Eigentlich muss man die Bücher von Rebecca Gablé nicht bewerben. Ihre historischen Romane sind Selbstläufer. Ihr Verlag tut es aber trotzdem. Mit einer interessanten Anzeige. Da sitzt eine junge Frau angezogen im Bett, versunken in das neueste Werk Gablés. Der Roman spielt zur Zeit Ottos des Großen, so um 950. Im Eifer des Lesens ist das Oberteil der jungen Dame, von ihr unbemerkt, ein wenig nach unten gerutscht und gibt den Blick auf ihre nackte Schulter frei. Ihr Mund ist leicht...

Löwenzahn mit dem Untertitel "Mehr Unkraut".
Orte der Geschichte · 21. April 2017
Karl der Große war recht anspruchsvoll. Apfelbäume wollte er in den Gärten seiner Güter haben, Frühäpfel und Lageräpfel, süße und saure. Sogar die Sorten schrieb er vor: Gosmaringer, Geroldinger, Krevellen und Speieräpfel (alle nicht mehr erhältlich). Außerdem drei bis vier Sorten Birnen, darunter solche, die zum Kochen geeignet waren. Und Pflaumenbäume, Quitten, Edelkastanien, Kirschen, verschiedene Arten von Pfirsichen und so weiter und so weiter. 16 verschiedene Baumarten listet...

Erdmännchen dreht sich um. Schon wieder Valentinstag?
Anmerkungen · 17. Februar 2017
Haben Sie am 14. Februar an Ihren Liebsten oder Ihre Liebste gedacht? Ich fand ja, dass es dieses Jahr etwas ruhiger zuging. Kann aber auch der Grippe geschuldet sein. Der Valentinstag hat in unseren Breiten keine lange Tradition. Angeblich soll 1950 in Nürnberg der erste Valentinsball stattgefunden haben. Schuld sind natürlich die Amerikaner. In den USA hat der Tag der Liebenden einen hohen Stellenwert. Besonders gerne verschickt man Karten, 200 Millionen pro Jahr. Da kann sich schon enormer...

When you smile: Socke mit lächelndem Gesicht
Anmerkungen · 20. Januar 2017
„Heut’ weiß ich, die Lacherei war reaktionär, infolgedessen denk’ ich nach und schreite ernst einher,“ sang Reinhard Mey 1972 über die destruktiv-unkonventionelle „Annabelle, ach Annabelle“. Ja, das Lachen ist dem Menschen eigen, aber ob und über was gelacht wird, ist nicht zu allen Zeiten gleich. Vom 4. bis zum 10. Jahrhundert wurde nicht gelacht, jedenfalls nicht offiziell und vor allem nicht im Kloster. Das wäre vielleicht anders gewesen, wenn Jesus mal gelacht hätte. Aber...

Eine Ansammlung von Zwiebeln lässt Tränen strömen
Anmerkungen · 13. Januar 2017
Benedikt von Aniane musste seine Tränen mit beiden Händen auffangen, sie hätten ihm sonst die Heilige Schrift ruiniert. Der betende Otto III. weinte jede Nacht Ströme von Tränen, Sturzbächen gleich rannen sie über sein Gesicht. Ja, die Tränen flossen reichlich im Mittelalter. Viel und heftig geweint wurde nicht nur im stillen Kämmerlein, auch in aller Öffentlichkeit ließ man den Tränen freien Lauf. War der mittelalterliche Mensch emotionaler? Hatte er sich weniger im Griff? Eher im...